Beispiele laufender Forschungsprojekte Wie sehen Forschungsprojekte im Detail aus? Hier erfährst du mehr über spannende
vernetzte Fragestellungen, an denen wir unter anderem arbeiten.

Anpassung an Klimawandel in Niedersachsen 

Der Klimawandel beeinflußt schon heute die Lebensbedingungen für Menschen, Tiere und Pflanzen in dramatischer Art und Weise. In Zukunft werden die Auswirkungen von steigenden Temperaturen und CO2-Konzentrationen zunehmen. Zu welchen Veränderungen der Klimawandel führen wird ist durch zahlreiche globale Szenarien und nachgeschaltete regionale Modelle abgesichert. Für Mitteleuropa prognostizieren die Modelle milde und feuchte Winter sowie heisse und trockene Sommer. Darüber hinaus werden extreme Wetterereignisse wie z.B. Starkregen und Stürme zunehmen.

In Niedersachsen wurden verschiedene Handlungsfelder definiert um im Rahmen des Forschungsverbundes „Klimafolgenforschung – KLIFF“ (www.kliff-niedersachsen.de) regionale Anpassungstrategien an den Klimawandel zu entwickeln. Dazu gehören unter anderem die Bereiche Pflanzenproduktion, Tierproduktion, Wald und Küste. Im Forschungsthema Pflanzenprodution werden vor allem potentielle Witterungseinflüsse auf Schaderreger an verschiedenen Kulturpflanzen theoretisch und experimentell untersucht. Die Gartenbauwissenschaften der LUH sind mit verschiedenen Arbeitsgruppen im Thema Pflanzenproduktion aktiv.

(2009-2014) 

 

 

 

So werden zum Beispiel Modelle zur Populationsdynamik entwickelt und abiotische Schadwirkungen und Schäden durch Insektenbefall an ausgewählten Obst- und Gemüsearten untersucht. Beim Gemüse werden Kohlschädlinge intensiv untersucht. Erste Untersuchungen zeigen, dass Blattläuse, Mottenschildläuse und einige Schmetterlingsarten vom Klimawandel profitieren. An KLIFF beteiligt sind das Institut für Biologische Produktionssysteme mit einem Teilprojekt und das Institut für Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschutz mit vier Teilprojekte. Die Zielsetzung ist Anpassungsstrategien an das sich ändernde Klima zu definieren und damit Entscheidungshilfen für Stakeholder in bereitzustellen.

»Es hat Zukunft, Pflanzen zu züchten, damit sich Menschen an ihnen erfreuen können und von ihnen ernährt werden, oder etwa nicht?!«Rena Becker, M.Sc. Gartenbauwissenschaften, Hannover