Professoren des Studiengangs Auf den Internetseiten der Institute könnt ihr Kontaktdaten zu allen Professoren und 
Mitarbeitern des Studiengangs finden. An dieser Stelle möchten wir euch allerdings einige 
der Professoren etwas ausführlicher vorstellen, die ihr während des Studiums treffen werdet.

Prof. Dr. Traud Winkelmann 

Prof. Dr. Traud Winkelmann

 

Dass mir die wissenschaftliche Beschäftigung mit Pflanzen Spaß macht, habe ich schon während meiner Schulzeit festgestellt. Daher war lange mein Berufsziel, Wissenschaftlerin an einem Institut zu werden, um Pflanzen widerstandsfähiger gegen Krankheiten zu machen. Seitdem ich Studenten unterrichte, weiß ich, dass es eine zweite Aufgabe gibt, der ich mich sehr gern widme: andere mit meiner Begeisterung für die Vermehrung und züchterische Verbesserung von gartenbaulich genutzten Pflanzen anzustecken, sie zu wissenschaftlicher Arbeit anzuleiten und mein Wissen weiterzugeben. Es ist ein großes Geschenk, (fast ;) jeden Tag gern zur Arbeit zu gehen.

Leider bleibt mir für meine Familie, d. h. meinen Mann und meine beiden Söhne, etwas wenig Zeit. Besondere Freude empfinde ich nach wie vor, wenn ich einen Gang durch das In-vitro-Labor und das Gewächshaus mache und beobachten kann, was sich in welchem Versuch wie entwickelt. Attraktiv am Gartenbaustudium finde ich die Vielfalt der Fächer und Pflanzenarten und die Arbeit an der Nahtstelle zwischen Erforschung grundlegender Zusammenhänge und deren Anwendung.

traud.winkelmann@zier.uni-hannover.de
Institut für Gartenbauliche Produktionssysteme
Abteilung Gehölz- und Vermehrungsphysiologie

Prof. Dr. Edgar Maiss 

Wie ein Biologe zu den Gartenbauwissenschaften konvertierte
In der 12. und 13. Klasse des Gymnasiums hatte ich Gelegenheit in der Arbeitsgruppe "Biologie" mitarbeiten zu dürfen. Für den Biologieunterricht haben wir z.B. zu Demonstrationszwecken Gehörknöchelchen von Hühnern und Schweinen präpariert (kein Scherz!) und in Kunstharz eingebettet. Mit heute geradezu grotesk anmutenden experimentellen Ansätzen haben wir damals versucht, die Größe des "blinden Flecks" im Sehfeld von Personen zu erfassen. Da ich das alles sehr spannend fand, wollte ich mehr über biologische Zusammenhänge wissen und entschloss mich Biologie zu studieren. Irgendwann im Laufe des Biologiestudiums musste ich erkennen, dass viele Fragestellungen in der Biologie einen sehr akademischen Charakter hatten und nicht sehr anwendungsorientiert waren. Hinzu kam, dass mein Interesse an zoologischen Objekten zu arbeiten, auch nicht gerade sehr ausgeprägt war. Worauf konnte ich mich also spezialisieren? Es sollte etwas sein, was mit Pflanzen zu tun haben und möglichst auch noch praktisch nutzbar sein sollte. Glücklicherweise fand ich diesen Bereich in der Beschäftigung mit Pflanzenkrankheiten und hier speziell mit Pflanzenviren.

Seit nunmehr 25 Jahren faszinieren mich diese nur mit dem Elektronenmikroskop sichtbaren Krankheitserreger. Fast in jeder Pflanze lassen sich Viren nachweisen und es sind bei Weitem noch nicht alle entdeckt. Obwohl sie sehr schlicht aufgebaut sind und nur über eine sehr begrenzte Erbinformation verfügen, sind ihr Wechselspiel mit Pflanzen, ihre Übertragung z.B. mit verschiedenen Insekten und die Mechanismen ihrer Verbreitung in unterschiedlichen geographischen und klimatischen Zonen hoch komplex. Nicht zuletzt verursachen einige Pflanzenviren erhebliche Schäden, so dass Diagnose- und Bekämpfungsmöglichkeiten entwickelt und erprobt werden müssen. Es ist mir eine Freude, mein Wissen über Pflanzenviren an Studierende weiterzugeben und diese zu motivieren, sich mit biologischen Phänomenen aktiv auseinander zu setzen. Wer allerdings glaubt, dass sich bei mir nur noch alles um die Forschung und Lehre dreht, dem könnte ich gut und gern auch eine Reihe von außerberuflichen Interessen und Aktivitäten schildern. Nur soviel sei gesagt, neben einem guten Buch und einem Latte Macchiato weiß ich auch sehr lange Läufe durch die Natur oder verschiedene Städte mit anschließendem Weizenbiergenuss zu schätzen.

maiss@ipp.uni-hannover.de
Institut für Gartenbauliche Produktionssysteme
Abteilung Phytomedizin

 

Prof. Dr. Hartmut Stützel 

 

Gibt es etwas Befriedigenderes als dazu beizutragen, dass auf dieser Erde ausreichend gesunde Nahrungsmittel für alle produziert werden können? Gibt es etwas Schöneres als mit der Natur zu arbeiten? Diese Fragen spielten bei meiner Berufswahl eine wesentliche Rolle. Die daraus folgende Studienentscheidung liegt schon ein paar Tage zurück, die Problematik der weltweit mehr als eine Milliarde hungernden Menschen besteht fort.

Daher ist mir nicht nur die Ausbildung unserer internationalen Studierenden ein besonderes Anliegen, auch in der Forschung beschäftigen mich Fragen zur Verbesserung der Produktivität und zur Optimierung der Ressourcennutzung. Dabei ist mir eine systembezogene Betrachtung sehr wichtig. Bei der riesigen Komplexität der Natur gelingt uns das nur, wenn wir die wichtigsten Zusammenhänge mathematisch formulieren und in den Computer stecken können, um das Verhalten unserer Produktionssysteme simulieren zu können. Dass es dafür Mitstreiter aus allen Teilen der Welt gibt, macht die Arbeit noch interessanter

stuetzel@gem.uni-hannover.de
Institut für Gartenbauliche Produktionssysteme
Abteilung Systemmodellierung Gemüsebau

Prof. Dr. Udo Schmitz 

Als Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät freue ich mich über jede(n) neue(n) Studierende(n) in einem naturwissenschaftlichen Fach. In den Gartenbauwissenschaften gibt es besonders viel zu entdecken, denn dieser Studiengang zeichnet sich durch hohe Vielfalt und zahlreiche interessante Spezialisierungsmöglichkeiten aus. Schauen Sie einfach bei uns herein – wir beraten Sie gern!

schmitz@genetik.uni-hannover.de
Institut für Pflanzengenetik
Abteilungsleiter Pflanzenmolekularbiologie